Navigiertes TMS für den klinischen Einsatz
Navigierte TMS für den klinischen Einsatz Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) erfordert eine genaue und konsistente Platzierung der TMS-Spule über dem Zielbereich des Gehirns, um in klinischen Anwendungen wirksam zu sein. Herkömmliche Platzierungsmethoden, die sich auf externe Kopfmarkierungen wie das 10-20-EEG-System stützen, führen häufig zu Ungenauigkeiten, was zu einer suboptimalen Stimulation und einer hohen Variabilität der Behandlungsergebnisse führt. Die MRT-gesteuerte Neuronavigation überwindet dieses Problem, indem sie den individuellen MRT-Scan eines Patienten mit seinem Kopf abgleicht und sowohl die Spule als auch den Patienten in Echtzeit verfolgt. Auf diese Weise kann der Kliniker die TMS-Spule millimetergenau zur gewünschten neuroanatomischen Struktur führen und so eine präzisere und konsistentere Abgabe der TMS-Impulse gewährleisten. Der Einsatz von repetitiver TMS (rTMS) mit Neuronavigation hat in der Psychiatrie eine deutlich erhöhte Effizienz gezeigt.
Reproduzierbare Spulenplatzierung mit MNI
Der Neural Navigator unterstützt die genaue Reproduktion von TMS-Spulenpositionen mithilfe einer MNI-Vorlage. Ähnlich wie beim Standard-Navigationsverfahren werden Gesichtsmerkmale der MNI-Vorlage auf dem Kopf des Teilnehmers erfasst. Weiter passt der Neural Navigator die MNI-Vorlage basierend auf der Geometrie des Kopfes des Teilnehmers an. MNI-Ziele wie der linke dorsolaterale präfrontale Kortex (DLPFC) …
Mehrwert der MRT-gesteuerten Neuronavigation
Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) erfordert eine genaue Platzierung der TMS-Spule über einem Hirnbereich. Herkömmliche Platzierungsmethoden in TMS basieren lediglich auf externen Merkmalen des Kopfes (5-cm-Regel, 10-20 EEG Koordinaten). Dies führt zu Ungenauigkeiten bei der Platzierung des TMS-Pulses über diesem Gehirnbereich und damit zu suboptimalen Ergebnissen in der TMS-Forschung und -Therapie …
EM im Vergleich zur optischen Verfolgung bei Neuronavigation
Während der Neuronavigation müssen die 3D-Position und der 3D-Winkel der TMS-Spule, eines Digitalisierungsstifts und des Kopfes des Patienten in der Regel jederzeit bekannt sein. Die Positionsverfolgung kann entweder mithilfe einer optischen Verfolgung mit großen Kameras auf einem Ständer oder einer elektromagnetischen Positionsverfolgung (EM) mithilfe eines vom einem kleinen Kasten ausgesendeten …
Behandlung für klinische Depressionen
Major Depressive Disorder (MDD), auch als klinische Depression bezeichnet, ist eine bedeutende Erkrankung, die viele Lebensbereiche betreffen kann. MDD ist eine der häufigsten psychischen Störungen. 1 von 6 Erwachsenen leidet an Depressionen. Die Standardbehandlung von MDD besteht aus Medikamenten und Psychotherapie. Etwa ein Drittel der Patienten mit MDD reagiert jedoch …
Transkranielle Magnetstimulation bei Zwangsstörungen
Zwangsstörungen (auf Englisch "Obsessive-Compulsive Disorder" oder OCD) ist eine Störung, die durch unkontrollierbare, wiederkehrende Gedanken und Verhaltensweisen gekennzeichnet ist. Etwa 2 bis 3% der Menschen leiden an Zwangsstörungen, doch eine Standardbehandlung wie Medizin oder Expositionstherapie spricht nur bei 40 bis 60% der Patienten (teilweise) an. Im Mai 2019 wurde von …
Theta burst stimulation (TBS)
Die rTMS-Behandlungsprotokolle werden weiterhin untersucht und verbessert. Neue strukturierte rTMS-Protokolle, bei denen kurze Hochfrequenzserien von TMS-Impulsen mit sehr kurzen Pausen verschachtelt sind, werden als Theta-Burst-Stimulation (TBS), intermittierende TBS (iTBS) und koninuierliche TBS (cTBS) mit Frequenzen bis zu 100 Hz für die kurze Serien. Die Pulsen finden viel häufiger pro Minute …